Niphredil

Königin der Eichwaldelfen

Nur wenige Nicht-Elfen haben die Königin der Eichwaldelfen jemals zu Gesicht bekommen, und viele von denen die so weit in die elfische Kultur eingetaucht sind, ihrer Königin gegenüberzustehen kehrten nicht in die Welt der Menschen zurück. So gibt es außerhalb des Eichenwaldes nur Legenden und Gerüchte und wenig Wahrheit.

Dennoch kennt jedes Kind auf Eibland Niphredil, die Gebieterin über den Eichwald. Schlank gewachsen, mit braunem Haar und grünen Augen, die leuchten, wenn sie durch die Wälder zieht. Viele Jahrhunderte soll sie schon alt sein und doch gleicht sie einem zwanzigjährigen Edelfräulein, junggehalten durch die Unsterblichkeit ihrer Rasse und die Magie des Waldes. Sie liebt es zu lachen und zu feiern, und sie liebt Kinder, und zwar jeglicher Art (man munkelt sicher nicht zu Unrecht, dass die Eichwald-Elfen Menschenkinder entführen und wie ihresgleichen aufziehen).

Streng, aber gerecht regiert die weise Königin ihr Volk gemeinsam mit ihrem Bruder Ardas, dem König vom Eichwald. Gemeinsam führten sie es einst aus den immer kleiner werdenderen Wälder des Festlandes hinaus auf die Insel von der Aixajar Lichtermeer einst berichtete. König Ardas, ebenso schön und anmutig wie sie, spricht kein Wort, aus unbekannten Gründen, und drum liegt es an Niphredil zu ihrem Volk zu sprechen. Zwischen den Geschwistern scheint es eine innere Verbundenheit, eine innere Verständigung zu geben und böse Zungen behaupten gar, dass Inzest nicht selten ist unter den Elfen, und so auch bei den Königsgeschwistern.

Weil sie den Frieden schätzen, und vielleicht auch aus Angst vor den zerstörerischen Menschen, zogen sich die Elfen um Königin Niphredil und König Ardas zurück in den Eichwald. Doch mache munkeln auch, dass diese Elfen ihre Zauberkraft verlieren, verlassen sie erst einmal den Eichwald, und drum kommen sie nicht heraus.

Königin Niphredil ist die Mächtigste von allen Eichwaldelfen, auch in der Kunst der Zauberei. Sie spricht mit Tieren, Bäumen und Pflanzen und wer in ihre Augen schaut, der erstarrt zu Stein. Manche behaupten gar, sie lässt den Wald leben und mit ihr wird auch der magische Wald sterben. Aus diesem Grunde verlässt sie nie ihren Wald und Eindringlinge werden nicht geduldet. Menschen sind dabei die schlimmsten Feinde. Die Eichwaldelfen hassen die Menschen, aber vielleicht hassen sie sie deshalb weil sie sie fürchten. Mag Niphredil zu ihrem Volk eine noch so gerechte Königin sein, menschliche Eindringlinge werden aufs Grausamste bestraft und noch nie kam ein Mensch wieder aus dem Eichwald heraus.

Gewöhnlichen Eibland-Elfen droht anscheinend keine ernste Gefahr und auch Zwerge sollen den Eichwald schon lebend durchquert haben, doch sprechen sie nicht darüber oder haben es gar vollkommen vergessen, was sicher durch Magie geschah.

Und darum sind auch dies nur zusammengetragene Legenden, Geschichten und Halbwahrheiten und wer Königin Niphredil wirklich ist, das wird wohl nie ein Mensch erfahren.



Letzte Änderung am 18.9.2011 um 09:28:44 Uhr von boronk

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