Ali al Din

ein Magier der Bleihalle zu Risko Tideris

Ali stammt eigentlich aus einem fernen Land im tiefen Süden des Kontinentes, in der Sprache von Eibland würde der Name des Landes in etwa bedeuten: Land der lachenden Dromedare!

Als junger Magier war Ali Hofmagier am Hof eines mächtigen Sultans. Dieser Sultan allerdings wurde von seinem eigenen Großwesir verraten, getötet und sein Palast besetzt, überflüssig zu sagen, dass der verräterische Großwesir sich dann selbst zum Sultan ausrief.

Ali wiederum stand vor der Wahl als letzter Überlebender für einen bereits toten Herrscher zu sterben, oder sich in Rauch aufzulösen und sein Heil in der Flucht zu suchen. Der geneigte Leser mag nun bedenken, Ali war jung!

In den folgenden Jahren wanderte Ali durch viele Landstriche des Kontinentes, machte einige recht unangenehme Erfahrungen mit der Inquisition und erlebte sicher auch das eine oder andere Abenteuer, kurz in diesen Jahren, über die Ali übrigens nicht sehr häufig spricht (nach dem zweiten Glas Met oder Wein allerdings ist er da etwas mitteilsamer), lebte er das aufregende Leben eines Flüchtlings.
In einer großen Hafenstadt - ihm brannte gerade wieder mal der Boden unter den Füßen - tat er einem Handelskapitän aus Eibland einen kleinen Gefallen und zum Dank nahm dieser brave Mann Ali auf sein Schiff.

Nach seiner Ankunft auf Eibland wanderte er fast 15 Jahre über die Insel und wurde schnell als mächtiger und guter Zauberer bekannt. So befreite der das Dorf Zauderbach von einer Räuberhorde, in dem er den Dorfbewohner in einer Gewaltaktion beibrachte, was Mut ist, und verhinderte in Borling, dass ein gefährlicher Schwarzmagier zum Bürgermeister gewählt wurde, in dem er alle Bewerber aufforderte ihre Westen weiß zu waschen, leider wird die Stadt Borling seither nur von einem stellvertretenden Bürgermeister regiert, woran das wohl liegt?

Aber irgendwann wurde Ali des Umherwanderns müde und so nahm er Verbindung zur sagenumwobenen Magierstadt von Risko Tideris auf. In den vergangenen 10 Jahren wiederum erwarb er sich einige Verdienste um die Stadt im Allgemeinen und um die bleierne Halle im Besonderen und stieg als Folge davon in den Reihen der Magierstadt schnell auf. Zurzeit ist er Chef des Expeditionschores der bleiernen Halle, das für Expeditionen und Operationen zur Sicherstellung von gefährlichen schwarzmagischen und noch finsteren Artefakten verantwortlich ist. Leider ist seine Truppe in den letzten Monaten aufgrund des etwas schwierigen Kundenkreises auf Ali, einen weiteren Magier und einen verängstigten Lehrling zusammengeschrumpft.

Ali al Din entspricht vom Äußeren her dem typischen Klischee des orientalischen Magiers und fällt damit auf den Strassen von Eibland fast sofort auf.
Als herausragende Kennzeichen sind wohl der Turban, der schwarze Bart und die Kralle eines Morgendrachen zu nennen, welche er um den Hals trägt und von der behauptet wird, sie würde die magischen Kräfte von Ali al Din noch verstärken. Da in seiner Heimat im Süden Zauberstäbe unbekannt sind, machte Ali erst auf Eibland die Bekanntschaft dieses in unseren Breiten für einen Magier unerlässlichen Gegenstandes, somit ist Ali im Gegensatz zu anderen Zauberern nur selten mit einem Zauberstab zu sehen, für die meisten seiner Zauber aber scheint die Drachenkralle zu genügen. Im Allgemeinen führt er ein Krummschwert oder ein Langschwert eibländischer Fertigung. Sein Spezialgebiet sind alle Arten von Kampfzaubern, welche er wohl in der Zeit seiner unruhigen Wanderschaft über den Kontinent erlernt hat, sowie das Spüren und Aufspüren von magischen Feldern und Schwingungen jeglicher Abart. Auch munkelt man in Fachkreisen, dass Ali wohl auch die eine oder andere Erfahrung in Dömonologie haben soll. Auch halten sich in Risko Tideris die Gerüchte, in Alis Öllampe würde ein launischer Dschinn mit Namen Abdul hausen.

Über sein Leben bevor er nach Eibland kam ist, wie gesagt wenig bekannt. Als sicher gilt, dass er Hofzauberer eines großen Herrschergeschlechts tief im Süden des Kontinents gewesen ist. Ferner kann als gesichert angesehen werden, dass diesem Herrschergeschlecht etwas grausames zugestoßen ist und Ali in diesem Zusammenhang fliehen musste.

Der reisender Händler Truko Gilberson von der Mortheimer Handelsgilde brachte vor kurzem eine seltsame Geschichte aus dem Mittelreich des Kontinents mit.
Hier ist sie, da sie vielleicht etwas Licht auf das Leben des Ali al Din werfen könnte.

In dem Dorf Riesensturz im Mittelreich hörte ich von einem alten Mann die Geschichte wie der Ort zu seinem Namen kam. <Vor fast 40 Sommern hatte der Riese Theobaldus Plattfuß die Herrschaft über unser Dort. Er tyrannisierte die Bewohner, fraß das Vieh der Bauern, zerstörte die Häuser und entführt die jungen Mädchen um sich mit ihnen zu Vergnügen. Manch mutiger Krieger zog gegen ihn zu Felde, doch alle schlug er und tötet sie. Auch gegen Zauber schien er immun zu sein. Wenn er wieder mal einen der Helden getötet hatte legte der dessen Körper mitten auf den Dorfplatz. Fast ein Jahr dauerte seine Schreckensherrschaft. Doch dann am Abend eines trüben Novembertages kam ein Reisender ins Dorf. Er schien fremd in diesen Landen zu sein, dann unser Dorf wurde seit dem Auftauchen des Riesen von allen gemieden. Auch sah schon recht seltsam aus mit dem schwarzen Bart und dem Turban. Er bat bei meinem Vater um Unterkunft für die Nacht. Mein Vater lud ihn zu Abendmahl ein. Aber bereits während des Essens fragt der Fremde, der sich selbst als Ali, der Reisende, bezeichnet hatte, warum alle im Dorf so verängstigt wären. Nach und nach erzählte mein Vater die Geschichte vom Riesen und der Schreckensherrschaft, die er über uns ausübte. Nach dem Essen holte der Fremde einen Beutel mit Tabak aus dem Rucksack und bot auch meinem Vater davon an, denn der Riese hatte uns bereits von Monaten gezwungen alles Pfeifenkraut herauszugeben. Bei einer Pfeife bat dann der Fremde meinen Vater ihm nochmals zu beschreiben, wo der Riese zu finden sei. Als er sich dann erhob, um zur Ruhe zu gehen, sagte er noch, wir sollten ohne Furcht sein, denn Morgen würde das Problem mit dem Riesen gelöst sein. Am anderen Tag beschwor mein Vater diesen seltsamen Menschen, weiter zuziehen, aber er blieb bei seinem Vorhaben. Am späten Vormittag des gleichen Tages erzitterte die Luft von der groben Sprache und dem Geschrei des Riesen. Kurz danach erzitterte auch der Boden von einem gewaltigen Schlag. Eine Stunde später kam der schwarzbärige Fremde zurück und sagte der Riese sei tot. Er führt die Dorfältesten in den Wald und zeigte ihnen eine Schlucht. Dieser Fremde war ein sehr mächtiger und auch schauer Zauberer, dann statt den Riesen mit Windstößen, Feuerbällen und all den Kampfzauber anzugehen, mit denen Magier sonst so gerne beim Kampf zu sich werfen, hat dem Riesen einfach den Boden unter den Füßen weggezaubert. Der Riese stütze daraufhin in die so entstanden Schlucht und brach sich das Genick und so kam unser Dorf zu seinem Namen. Die Dorfältesten dankten dem Mann und wollte ihn belohnen, aber er wollte nur Vorräte haben und einen Führer, der ihm den Weg zur Küste zeigen sollte. Auf die Frage meines Vaters nach seinem Namen sagte der Fremde nur: Meine Freunde nennen mich Ali



Letzte Änderung am 18.9.2011 um 09:25:35 Uhr von boronk

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