Alfonso de Insedias

Der Doge ist auf dem Papier das Stadtoberhaupt von Haffstedt, was in der Haffstedter Realität aber bedeutet, dass er in der Hälfte der Stadt das Sagen hat, somit also auf den Zusammenarbeit mit Asgard von Haffstedt angewiesen ist (wie bereits seine Vorväter). Er selbst macht auf seine Gesprächspartner einen oft zwielichtigen Eindruck, was auch durchaus der Realität entspricht, da er, so die Gerüchte an fast allen krummen Geschäften in Haffstedt und Umgebung beteiligt ist. Er selbst bemüht sich derzeit darum seinen Eindruck auf trilichtig heraufzusetzen. Auch geht das Gerücht, er wäre die treibende Kraft hinter den Piratenkapitänen, welche die Handelsschiffe der verschiedensten Nationen in den Gewässern um Eibland und darüber hinaus angreifen.

Bislang konnte der Familie de Insedias aber kein einziges krummes Geschäft nachgewiesen werden, was besonders im Fall der Piraterie Admiral Asgard auf die Palme bringt. In Haffstedt sagt man hinter vorgehaltener Hand über den Dogen, er hätte Mittel und Wege um sich die Diskretion seiner Leute zu sichern. Zu Zeiten des Dogen Giovanni de Insedias, des Großvaters des derzeitigen Dogen, allerdings bekam mehr als ein übereifriger Hauptmann der Stadtwache eine Haffstedterhafenrundfahrt spendiert.

Der Doge selbst lebt, wie Generationen vor Ihm, im Dogenpalast, welcher direkt auf den Kippen über dem Handelshafen erbaut ist und direkt gegenüber des Familiensitz derer von Haffstedt auf der anderen Seite der Flussmündung liegt. Einzig ein Balkon im zweiten Stock des Palastes wurde über den Rand der Klippe hinausgebaut. Mit diesem Balkon mit Meerblick verbinden sich einige Gerüchte von bedauerlichen Unfällen und Selbstmorden.

Der Doge selbst ist zwar nicht schön im klassischen Sinn, aber reich und mächtig, so wundert es nicht, dass man in seinem Haus eine ständig wechselnde Zahl von Gespielinnen antreffen kann. Neben diesen und natürlich einer Schwadron von Dienern, Sekretären und Leibwachen gehören noch sein Neffe Gianni und seine Nichte Elvira zum Haushalt des Dogen. Die beiden sind die Kinder seiner Schwester Bernina und ihres ersten Maat Roberto, die als die berühmte Kommandantin Bernina die Meere um Eibland unsicher machte. Übrigens das einzige Mitglied der Familie, welchem jemals ein krummes Ding nachgewiesen werden konnte. Ihre Berühmtheit gründet sich allerdings leider auf den Umstand, dass es ihr übrigens als einziger Piratin in der Geschichte Eiblands gelang, sich von einem Kapitän Godehamstadter Schule fangen zu lassen.

Gianni de Insedias ist die große Hoffnung des Dogen auf den Erhalt der Familientradition. Er hat sich bereits als sehr geschickt auf den verschiedenen Geschäftsfeldern der Familie erwiesen und ist ein ausgezeichneter Kapitän. Deshalb erfreut er sich auch der besonderen Aufmerksamkeit immer wenigstens eines Haffstedter Kriegsschiffes, sobald er Segel setzt. Bislang ist es ihm aber immer gelungen, seinen Verfolgern zu entwischen, was die Laune des Admirals noch nie besonders gesteigert hat. Die Frauen stehen bei so einem natürlich Schlange, nur habt es bislang keine geschafft, den jungen de Insedias einzufangen, er hielte sich für eine bestimmte Lady frei, so heißt es jedenfalls in den Kneipen.

Die Nichte Elvira dagegen ist das Sorgenkind ihres Onkels. Ungeeignet für das Geschäft, eine navigatorische Katastrophe, hat sie sich bis heute nur als fähig erwiesen, Gulden auszugeben, in den zahlreichen Kneipen und Spelunken an Orgien teilzunehmen, und durch ihre äußerst freizügige Kleidung auf den Straßen der Stadt für Aufsehen zu sorgen. Ein beliebter Satz von Admiral Asgard zu seinem alten Widersacher de Insedias ist darum auch: Sieh doch mal, was Deine Nichte heute alles wieder nicht an hat!



Letzte Änderung am 18.9.2011 um 09:25:18 Uhr von boronk

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