Die Freie Provinz Westwarth

Jeder anständige Eibländer - vor allem die Bewohner der Städte - sehen in der Westwarth nicht mehr als ein unwegsames unerschlossenes Gebiet voller Sümpfe Banditen und marodierenden Monstern. Selbst das Königshaus von Eibland scheint auf dieses Gebiet keinen Wert zu legen und hat - im Gegenteil - die Grenzen der Westwarth mit einer Serie befestigter Feldlager verstärkt um die allenthalben auftauchenden Räuberbanden aufzuhalten
Nur die unerschrockensten Abenteurer wagen sich über die abgesteckten Grenzen in das wilde Land. Doch was auf den ersten Blick so komplett chaotisch scheint hat doch seine eigene Harmonie.

Auf den wenigen, aus dem Sumpf ragenden Hügeln und am Rande des Westwalls gibt es einige Dörfer, zum Teil von Amazonen besiedelt. Die meisten der Orkstämme der Insel leben ebenfalls in dieser, für die meisten Menschen ungastlichen Gegend.

Es ist also nicht so, dass jeder Bewohner der Westwarth ein Brigant oder Wegelagerer wäre - wie im Volksmund erzählt wird. Zwar sind die Sitten oft rauher und blutige Nasen häufiger, doch sind die Menschen in der Westwarth von einer hemdsärmlichen Freundlichkeit die man in mancher 'zivilisierten' Stadt vermisst. Ein jeder der Bewohner, auch der befestigten Pionierdörfer, weiß was es heisst zu kämpfen - haben doch nicht wenige von ihnen tatsächlich ihren Wohnraum erst vor kurzem von Wildhunden und tatsächlich marodierenden Barbaren erstritten.

Die größte Siedlung ist die Stadt Tiefenfurth an der Mündung der Westwarther Ache. Mit etwa eintausend Einwohnern ist es die einzige Siedlung mit offiziellem Stadt- oder Marktrecht in der Region. Man lebt vom Handel mit dem Königreich (auch wenn das offiziell dort verboten ist) und dem Norden gleichermaßen. Händler, die sich nicht auf die Karrenfahrt über die schlecht befestigten Wege durch die Sümpfe einlassen wollen, erreichen die Westwarth an diesem Ort auf dem Seeweg.

Es wäre gelogen zu behaupten, dass die Westwarther allesamt friedliche Zeitgenossen wären die nur ihr Leben leben wollen. Es gibt schlimme Schurken in den Zerklüfteten verwilderten Wäldern, Sümpfen und Hügeln und die Grenze ist nicht ohne Grund derart bewacht. Und Legenden von gerissenen Magiern und bösen Druiden, Räuberhauptmännern ohne Moral und Mördern, die im Kronland gesucht werden und sich hier verstecken sind auch nicht aus der Luft gegriffen.
Tatsächlich ist die Westwarth das wildeste und gefährlichste Gebiet der Insel.

De jure ist der König von Eibland auch Fürst der Westwarth, doch wirklich kümmern tut er sich um diese Gegend nicht. In den letzten Jahren hörte man Ulf I. zwar häufiger die Westwarth erwähnen, wohl um gegenüber Borling den Herrschaftsanspruch auf die ganze Insel zu unterstreichen.



Letzte Änderung am 18.9.2011 um 08:45:07 Uhr von boronk

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