Die freie Stadt Haffstedt

Haffstedt liegt im Norden Eiblands und ist Teil des Fürstentums Borling - die Hafenstadt, mit ihren fast zehntausend Einwohnern, gehört zu den größten Siedlungen und wichtigsten Handelsstädten der Insel.

Zu beiden Seiten der Mündung des Flusses entstanden zwei Siedlungen. Im Laufe der Jahre sind diese zu einer Stadt zusammengewachsen. Durch diese historische Situation ergibt sich eine etwas seltsame politische Lage, so stellt die Familie de Insidias das Stadtoberhaupt, während die Famile von Haffstedt die Werften und die Flotte kontrolliert.

Hafen
Mittlerweile ist der Haffstedter Hafen zusammen mit dem Hafen von Gothehamstedt der größte von Eibland und in den Gassen und Strassen von Haffstedt kann man zu jeder Jahreszeit seltsame Gestalten aus allen Himmelsrichtungen sehen. Im Stadtbild dominieren allerdings die Seeleute, seien es die Matrosen, Seesoldaten und Offiziere der Schiffe der Haffstedter Admiralität oder die rauen Seebären, welche auf den verschiedenen Handelsschiffe fahren, die in Haffstedt beheimatet sind.

Haffstedt verfügt über nicht weniger als drei Hafenanlagen. Der Hafen direkt an der Flussmündung ist für die großen, berühmten Hochseehandelsschiffe der Eibländer Fernhandelshäuser, die mit alle nur erdenklichen Waren beladen aus der ganzen Welt hier einlaufen. Um den Hafen stehen die verschiedenen Lagerhäuser, allerdings bleiben die meisten Waren nicht allzu lange in Haffstedt. Sie werden entweder auf Karren und Wagen auf dem Landweg weitertransportiert oder von den Flussschiffern, welche einen eigenen Hafen haben, auf dem Fluss weiter ins Landesinnere gebracht. Der dritte Hafen wiederum ist der kreisrunde Marinehafen der Haffstedter Armada.

Die Schiffe der Haffstedterflotte werden in der familieneigenen Werft direkt am Marinehafen erbaut. Diese Werft hat sich auf den Bau von Kriegsschiffen und die Überholung aller Arten von Schiffen spezialisiert. Die Überholung von Schiffen ist außerdem eine weiter Einnahmequelle des Hauses von Haffstedt.
Neben der Werft liegt das 24 Stunden am Tag bewachte Arsenal, das neben Munition und Reservegeschützen auch die Hauptwaffenkammer der Flotte enthält. Der Lagerort des sehr gefährlichen Schwarzpulvers ist streng geheim und Gerüchte zufolge nur 5 Personen bekannt, in den Kneipen erzählt man sich allerdings, dass das Arsenal über wenigstens drei unterirdische Ebenen verfüge.

Die Haffstedter Marine
Die Haffstedter Marine besteht aus 3 Geschwadern mit jeweils 3 Schiffen, gewöhnlich Koggen. Zwei dieser Geschwader stehen unter dem Kommando von Kommodoren und eines ist das Admiralsgeschwader. Die Schiffe sind mit schweren Rotzen und leichten Katapulten für Steine und für Behälter mit Pech und je einer Truppe von Bogen- und Armbrustschützen zum Fernkampf ausgestattet.

Unmittelbar nach Übernahme des Kommandos in der Haffstedter Admiralität hat Asgard von Haffstedt in Zusammenarbeit mit der Borlinger Waffenmanufaktur begonnen, bronzene Geschütze, in Fachkreisen auch als Feldschlangen bezeichnet, auf seinen Schiffen einzuführen. Da allerdings vor allem die Herstellung solcher Feldschlangen ziemlich teuer ist und nur wenigen Handwerksmeistern bekannt ist, wie genau diese Rohre zu erschaffen sind, verfügen derzeit nur die Führungsschiffe der jeweiligen Geschwader über eine Feldschlage.

Die Schiffe der Flotte können von den Fernhandelshäusern als Geleitschutz gebucht werden, was neben dem Schiffsbau die Haupteinnahmequelle der Familie ist. Ferner patrouilliert ein Geschwader in den Gewässern um Eibland, um gemäß einem Vertrag zwischen dem Haus von Haffstedt und dem Königshaus von Gotehamstadt, die Küsten vor Plünderern und Piraten zu schützen.
Dieser Vertrag wurde zwischen König Knut, dem Großvater des derzeitigen Königs, und Admiral Ingolf von Haffstedt, dem Großvater des derzeitigen Admirals, ausgehandelt und hat eine Laufzeit von insgesamt fünf Generationen, diese Männer dachten langfristig.
Aufgrund der Gültigkeit des Vertrages erklärte auch das Haus von Haffstedt seine Neutralität im Krieg zwischen Borling und dem Königreich: Wenn Ihr Krieg führen wollt, Hoheit, so lasst euch nicht aufhalten. Aber an Land wird euch die Flotte wohl nicht von Nutzen sein. Unsere Aufgabe ist es, die Handelswege und Häfen der Insel vor Piraten zu schützen. Es mag sein, dass Ihr das anders seht, aber für mich ist der König kein Pirat. - Asgard von Haffstädt zu Einhardt von Borling

Das Marinekolleg und die Offiziere der Haffstedter Flotte
Die Ausbildung der Offiziere und Deckoffiziere für die Haffstedter Schiffe findet am familieneigenen Marinekolleg von Haffstedt statt, welches in dem Ruf steht die beste Seefahrerschule von ganz Eibland zu sein. Diese Bildungseinrichtung bietet auch gegen entsprechende Gebühren, versteht sich, den Grundkurs Handelskapitän an. Erfolgreichen Absolventen ist die Anstellung bei den eibländischen Handelshäusern (sofern diese es sich leisten können) fast sicher. Überflüssig zu sagen, dass es für jedes Semester Wartelisten gibt.
Den besten Absolventen des Handelskapitänskurses bietet allerdings die Admiralität die Teilnahme am Studiengang Marinekommandant an, sofern diese einen 15 Jahres Vertrag unterschreiben, was überraschend viele tun, den das Haus von Haffstedt steht im Rufe gut und vor allem pünktlich Heuer und Sold auszuzahlen. Dieser Studiengang steht aber auch sehr verdienten und erfahrenen Matrosen offen, die sich so vom Schiffjungen bis zum Kommodore hochdienen können. Ein Jahrgang in Haffstedt beginnt normalerweise mit 20 Kandidaten, wovon allerdings nur gut 15 das Patent des Handelskapitäns erhalten.

Während ihrer Zeit auf dem Kolleg bekleiden die Kursteilnehmer den Rang von Seekadetten. Nach Abschluss des Kommandantenkurses wechseln sie als Wachoffizier auf die Schiffe. Danach steht ihnen die gesamte Karriereleiter unter dem Banner der Familie von Haffstedt offen, die da wäre: Seeoffizier, 1. Offizier (logischerweise hat hier jedes Schiff nur einen), Kapitän und wer sich als ganz besonders fähig erweist, kann sogar in den Rang eines Kommodore aufsteigen und eines Tages das Kommando über ein Geschwader übernehmen.

Der Kapitän an Bord des Admiralschiffes Artemis übrigens denkt nicht im Traum daran, seine renomierte Stellung als erster Kapitän der Flotte mit dem breiten Goldstreifen eines Kommodore zu tauschen.

Die Seesöldner
Wer der Meinung ist, die Seesöldner der Flotte von Haffstedt seien nur ein etwas größerer Söldnerhaufen, der erkennt seinen Irrtum spätestens, wenn er diese Männer und Frauen ein gegnerisches Schiff hat entern sehen.
Zwar werden sie in ganz Eibland und darüber hinaus wie einfache Söldner angeworben, sind aber spätestens nach der Ausbildung in Haffstedt mehr als nur bezahlte Mietlinge. Vielmehr bilden sie die Speerspitze der Haffstedter Marine, denn es ist ihre Aufgabe die Spitze des Enterangriffes auf feindliche Schiffe zu bilden.
Im Ganzen umfasst diese Truppe, die genau wie die Offiziere der Flotte, einen 15-jahres Vertrag unterschreiben müssen, 54 Kämpfer (Offiziere und Mannschaften). Auf jeder Kogge fahren 6 Kämpfer.

Wie auch in der Flotte sind hier auch dem einfachen Krieger alle Möglichkeiten auf einen Offizierrang offen. Sie werden auf die Feinheiten des Nahkampfes auf Schiffen, im Gebrauch von Bogen und Armbrust geschult und sind auch in der Lage, im Notfall zusammen mit den Matrosen die Schiffsgeschütze zu bedienen. Alle Seesoldaten tragen eine einheitliche Uniform in den Farben der Familie von Haffstedt und sind für den Kampf auf See mit Lederpanzern und leichten Helmen ausgerüstet. Als Standardwaffe trägt jeder ein Kurzschwert und einen Dolch. Diese Ausrüstung wird allerdings oft durch andere im Enterkampf nützliche Waffen erweitert. Auch ein Langbogen oder eine Armbrust gehören zur Ausrüstung.

Die Matrosen sind die übliche Mischung, die man auf allen Schiffen auf den Meeren der Welt finden kann. Der Standardvertrag läuft 2 Jahre, allerdings verlängern viele und nicht wenige beginnen auf den Schiffen der Haffstedter Admiralität eine große nautische Karriere, die vom Schiffjungen über den Matrosen sogar bis zum Kapitän führen kann, immer vorausgesetzt man versteht sein Handwerk und bleibt am Leben, den bei der Hauptkundschaft der Haffstedter Flotte (Piraten), kann das Segeln unter Haffstedter Flagge manchmal gefährlich sein.

Von der Politik von Haffstedt
Die Familien de Insedias und von Haffstedt teilen sich die Macht über die Freie Stadt. Der Vereinigungsvertrag der Märkte Haffstedt und Port Insedia von 107 n.d.B. regelt dabei die Verantwortlichkeiten. Offiziell ist der Doge Alfonso de Insedias das Oberhaupt der Stadt, sein direkter Einfluss beschränkt sich aber auf die Flussseite von Port Insedia. Sein Gegenpart, Oberhaupt der Familie von Haffstedt und Flottenadmiral ist Asgard von Haffstedt .

Duelle zwischen dem Dogen und dem Admiral

Bei großen gesellschaftlichen Anlässen kommt es gelegentlich vor, dass sich zu fortgerückter Stunde zwischen dem Dogen und dem Admiral ein Duell entwickelt. Diesem Duell geht in der Regel der etwa zweistündige Austausch von diplomatischen Unhöflichkeiten voraus, erst danach, so ist es Sitte, dürfen die Waffen gezogen werden. Für solche Duelle verwenden die beiden Kontrahenten allerdings keine Breitschwerter und Entermesser, immerhin ist man ja nicht auf der Arbeit, sondern das elegantere Rapier. Die Duelle enden mit dem ersten Blut, oder, was öfter vorkommt, wenn einer der beiden aufgibt, wer das ist, hängt in der Höhe der Wetten ab.

Haffstedter Hafenrundfahrt

Angeblich eine beliebte Art der Problemlösung des Hauses de Insedias. Es wird auf jeden Fall gemunkelt, dass so mancher - plötzlich verschollene - Widersacher der Familie am Grund des Hafens zu finden wäre.

Haffsteder Versteigerungen

Einmal im Jahr werden die Lagerkammern des Arsenals der Marine geöffnet und die konfiszierte Piratenbeute auf dem Hauptmarkt versteigert. Die Versteigerung hat sich inzwischen zu einem der beliebtesten Volksfeste in Nordeibland entwickelt.

Der Handelsbund
Haffstedt ist die wichtigste Stadt des Eibländer Handelsbundes - eines Zusammenschlusses wichtiger Eibländer Städte.

Kneipen
Ein abschliessendes Wort sei noch zu den Haffstedter Kneipen gesagt. Am Hafen finden sich viele Seemannskneipen und Spelunken, allesamt mit mehr oder weniger zweifelhaftem Ruf. Im Südteil der Stadt gibt es aber auf beiden Seiten des Flusses Gasthäuser und Kneipen, in denen auch Nichtseeleute einkehren können, ohne dabei allzu viel Geld ausgeben zu müssen.

Das Gasthaus Zum Steuerruder ist das erste Haus am Platze und biete alle nur erdenklichen Dienstleistungen für die Gäste (sofern sie es sich leisten können). Zu finden ist es in der Nähe der Hauptwache der Stadtgarde.

Die älteste Seemannskneipe Eiblands Zum gebrochenen Mast ist dagegen ein Muss für alle, die sich auf einer Besichtigungstour befinden. Hier treffen sich die Seesoldaten und Matrosen der Marine, genauso wie die Matrosen der Handelsschiffe. Zu fortgerückter Stunde kommt es allerdings gelegentlich zu handfesten Auseinandersetzungen zwischen den Matrosen, welche das Wappen des Hauses de Insedias tragen und den Seefahrer unter der Flagge derer von Haffstedt.

Die Kneipe Zum Flussschiffer sollte man allerdings meiden, außer man ist selbst Flussschiffer oder auf Ärger aus.

1. Händler und Handwerker

Pigmente Tulia
Farbenmischer und Maler



Letzte Änderung am 18.9.2011 um 08:42:55 Uhr von boronk

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