Wappenschild

Ausgabe 10. 329 n.d.B.
Die Zeitung für den aufrechten Eibländer

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Attentat auf Ritter von Dennberg
Mordversuch als Jagdunfall getarnt
In äußerst heimtückischer und feiger Manier hat die Schankmaid Levina aus dem Gasthaus ‚Am Wegesrand’ bei Dennberg versucht, ihren Lehnsherren zu Tode zu bringen. Wie uns aus sicherer Quelle zugetragen wurde, fand man den Ritter Argyle unweit seines Jagdhauses am Altenschneeberg durchbohrt von zwei Pfeilen und schwer verletzt. Im Gasthaus weilende Heiler vermochten den Zustand des Ritters zu stabilisieren, mussten aber feststellen, dass alleine mit Nadel und Faden nicht zu helfen war.
Wie der Reiter des königlichen Depeschendienstes mitteilte, waren die Pfeile überdies vergiftet und ein Fluch aus schwarzer Magie gewebt.
Es grenzt fast an ein Wunder, dass es Reisenden gelang, den Fluch zu brechen und Heile das Gift aus dem Körper des Ritters treiben konnten. Schon kurz nach dem Anschlag konnte der Ritter selbst über der Täterin Gericht sitzen.
Entgegen der Erwartungen der meisten Anwesenden, wurde die Beschuldigte aber nicht zum Tode verurteilt, da es ihrem bestellten Verteidiger gelang ein höheres Motiv der Täterin zu Gehör zu bringen.
Rundolf Svenson

Havarien im Herbststurm
Schiffe vor Eibland beinahe von der See verschluckt
Glück im Unglück hatten die Besatzungen und Passagiere von drei Überseeschiffen, die südlich der Insel in einen schweren Sturm gerieten. Trotz schwerer Schäden gelang es den Kapitänen, ihre Schiffe bis zum Hafen von Fernbrück zu retten.
Der Fernhändler Jan van Sidling aus Stedham zeigte sich unserem Reporter gegenüber erfreut, dass es der Mannschaft gelungen war, seine Ladung trocken bis auf die Insel zu bringen. ‚Den Weg nach Gothehamstadt werde ich aber nun lieber auf dem Landweg bestreiten’, stellte er fest.
‚Wo ich schon einmal hier bin, werde ich wohl eine Weile bleiben und mich hier umsehen’, befand ein Abenteurer aus Nevenburg.

Träume aus feinster Seide
Moden- und Tucheschau in Gothehamstadt
‚Rot, was denn sonst’, antwortete der bekannte Schneider und Modeschöpfer Rolph Farnzange in seiner gewohnt knappen Art auf die Frage unseres Reporters, welche die Farbe des nächsten Sommers sein würde. Was seine eigene Kollektion betrifft, bleibt er seiner Aussage in jedem Falle treu und zeigte lange Kleider aus feinster Seide und edel geschnittene Wollmäntel in den verschiedensten Rottönen.
Ob sich Farnzanges Gespür für kommende Moden wieder bewahrheitet, wird sich im kommenden Frühjahr auf den Märkten zeigen

In aller Kürze
Einbruch am Hafen
Das Kontor eines Handelshauses am Südhafen wurde in der Nacht zum 20. September aufgebrochen. Eine Schatulle mit einigen Golddukaten und verschiedene Schriftstücke wurden entwendet.
Zeugen werden gebeten, sich an der Hafenwache zu melden.

Zwei Tote bei Unfall
Nach einem Achsbruch rutschte eine Kutsche auf der Reichsstraße zwischen Harley und Bolingbroke einen Abhang hinunter und überschlug sich mehrmals. Zwei Insassen der Postkutsche wurden aus dem Gefährt geschleudert und unter den Trümmern begraben. Dabei zogen sie sich so schwere Verletzungen zu, dass Ihnen herbei geeilte Heiler nicht mehr helfen konnten.

Harter Winter erwartet
Trotz des momentanen, schönen Wetters, wird in diesem Jahr erneut ein kalter, schneereicher Winter erwartet.

Julius von Herzberg wird Graf von Harley
König vergibt das Lehen der kinderlos verstorbenen Gräfin Irina neu
Über den Sommer wurde die Grafschaft noch kommissarisch vom Neffen der verstorbenen Gräfin verwaltet, doch nun wird das Lehen an eine Erblinie der Herberger vergeben. Wir sprachen mit Frank von Harley, über seine Zukunft.
Elaria Sonnentau: Den Sommer über haben Sie das Gebiet verwaltet, nur wird ein Herzberger das Land und den Namen übernehmen, sind Sie enttäuscht?
Frank v. Harley: Nein, um ehrlich zu sein, die Gegend hier ist wirklich schön aber mir liegt sie doch deutlich zu nah an der Grenze in den Norden.
ES: Wenn mich nicht alles täuscht, so handelt es sich doch um ein erbliches Lehen.
FvH: Als Expertin für die gehobene Gesellschaft, muss ich Sie ja nicht darüber aufklären, dass das ganze land immer noch dem König gehört? Und der hat mir den Verzicht auf mein Erbrecht gut versüßt.
ES: Es heißt, sie würden einen Botschafterposten übernehmen, ist das wirklich besser, als eine Grafschaft an der Grenze zu regieren.
FvH: Es ist eine andere Art der Herausforderung, um ehrlich zu sein. Ich bin kein sesshafter Mann. Im normalen Lauf der Dinge hätte meine Tante wohl in den nächsten Jahren einige Kinder in die Welt gesetzt und dann wäre mir sogar die Verwalterei in diesem Sommer erspart geblieben.

Stellenmarkt
Schankleute gesucht
Für Gasthaus und ritterliches Jagdhaus ‚Am Wegesrand’. Interessenten wenden sich bitte in selbigem an Theo.

Seeleute
Gestandene Männer und Frauen für unsere Schiffe geszucht. Wir segeln alle Kontinente und die meisten Inseln an. Bewerbungen an die Reederei Steinbaer in Fernbrück

Transportunternehmer
für sensible und fragile Fracht gesucht. Bei Interesse fragen Sie nach Harald im Gasthaus ‚Am Wegesrand’ bei Dennberg.

Schiffszimmerleute
Die Schmidwerft in Gothehamstadt sucht Schiffszimmerleute, Gesellen und Meister, wegen gut gefüllter auftragsbücher.

Feinmechaniker und Goldschmied
Das traditionsreiche Schmuck- und Uhrenatelier Guldenglanz in Feuchtenbach sucht erfahrene Handwerker. Eine ruhige Hand, geschulte Augen und ein Gespür von Kunst sind dabei von aller größter Wichtigkeit.
Wenn Sie sich vorstellen fragen Sie nach Meister Guldenglanz.

Straßen wieder sicher
Baldur der Greifer wurde getötet
Wie wir aus verlässlicher Quelle erfahren konnten, wurde der Kopf des gesuchten Räubers und Schmugglers Baldur ‚der Greifer’ an die Hauptwache in Gothehamstadt geliefert.

Das unrühmliche Leben des berüchtigten Wegelagerers fand wohl in den Wäldern des Dennberger Forsts sein Ende, wo er zuletzt seinen Geschäften nachgegangen ist.
Seit einigen Tagen wurden auch keine Mitglieder seiner alten Bande mehr gesehen. Übereinstimmenden Zeugenberichten nach, wurden auch seine Begleiter Dularion und Ugo getötet, welche wohl die gewalttätigsten dieser Kriminellen waren.

Ob man nun wieder auf Dauer sicher zwischen Gothehamstadt und Feuchtenbach reisen kann, wird wohl die Zeit zeigen.

Falsche Wechsel
Nordeibländer im Spiel?
Vergangene Woche tauchten auf dem Markt in Gothehamstadt vermehrt gefälschte Wechsel auf. Diese waren von relativ guter Qualität und nicht einfach von den Echten zu unterscheiden. Der Handelsbund rät dazu, das Pergament und die Siegel eines jeden Wechsel stets zu prüfen. Es sei in diesem Zusammen.hang auch noch einmal darauf hingewiesen, wer vorsätzlich einen fahrlässig angenomme-nen Falschwechsel weitergibt, macht sich eines Verbrechen schuldig.



Letzte Änderung am 29.9.2011 um 17:24:01 Uhr von Eric

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