Das Schlimmste ist aber, dass die Magister Thadeus Rother und Selana Miraga tot sind und Adeptus Gilderoy schwer verletzt ist. Ich will kurz berichten wie es dazu kam. Das Tal zu finden wir einfach, die Zeichen der Veränderung waren einfach zu deutlich. Tier, die noch niemals einen Magier angegriffen haben, fielen uns am helllichten Tag an und die wenigen Menschen, welche an diesem rauen Küstenabschnitt lebten war wie von Sinnen als sie unserer ansichtig wurden und griffen uns an. Dabei waren Ihre Augen merkwürdig starr, so also ob sie nicht ganz bei sich seien. Magister Selana meinte die Menschen und Tier seinen unter einer Art geistiger Kontrolle standen, welche wir aber nur für einzelne Wesen brechen konnten, sobald sich diese allerdings von uns entfernten, gerieten sie wieder unter jenen unheilvollen Einfluss. Wir beschlossen also das Übel an der Wurzel zu packen und das Artefakt sicherzustellen oder unschädlich zu machen.
Die Quelle orteten wir in einer Höhle in Klippen. Diese Höhle ist nur durch eine halsbrecherische Kletterpartie auf einem schmalen Pfad, welcher direkt über der anrollenden See verläuft, zu erreichen. Der Höhleneingang ist so groß, dass fünf normal gewachsenen Menschen nebeneinander eintreten können. Den Sternen sei Dank, dass wir uns zur Reihe formierten und so eine breite Front bildeten.
Dennoch brach unser Bannwall fast sofort als wir die Kaverne betreten hatten unter dem Ansturm der dunklen Energien zusammen und ich war gezwungen ein Wort der Macht zu sprechen, um uns zu schützen. Der Zusammenprall meines Zaubers mit den finsteren Kräften trennte Magister Thadeus Rother von uns. Es war grausam mit anzusehen, wie er unter den Einfluss des Artefaktes, das sich am besten als Amulett beschreiben lässt, geriet. Er kämpfte dagegen an und dies schein die dunklen Kräfte zu schwächen, aber er unterlag am Ende doch und griff Magister Selana Miraga, welche ihm am nächsten stand an. Die beiden stürzten kämpfend in die aufgewühlte See, aber die Kraft des Artefaktes hatte nachgelassen. Gilderoy sprang plötzlich vor mich und hielt damit die unheilvollen Kräfte des Amulettes von mir ab. Dieses mutige Vorgehen verschaffte mir die nötige Zeit, um das Amulett in einer Kugel aus gefrorener Zeit einzuschließen und sicher in unserer Bleitasche zu verwahren. Der heldenhafte Gilderoy ist leider seitdem bewusstlos.
Wir sind jetzt etwa einen halben Tagesmarsch von der Grenze des Eichenwaldes entfernt und ich hoffe spätestens morgen Mittag von einer ihrer Grenzwachen aufgegriffen zu werden. Ich hoffen Gilderoy in der Obhut der Elfen lassen zu können, da ich befürchte er würde die Reise nach Risko Tideris nicht überleben. Die Elfen sind die nächsten und in der Seelenheilkunde wenigstens so bewandert wie unsere Magister, außerdem schulden sie mir noch einige Gefallen.
Sobald ich Gilderoy sicher in der Hut der Elfen weiß kehre ich nach Risko Tideris zurück, denn ich werde erst wieder ruhig schlafen, wenn dieser Gegenstand sicher in den tiefen Bleihallen verwahrt ist.